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Ausgabe: Dienstag, 18. Oktober 2005 |
Größtes Sorgenkind ist der Verkehr
Entwurf Stadtteilrahmenplan Ehrang-Quint
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![]() Ein wichtiges Projekt für die angestrebte Verkehrsentlastung des Ortskerns Ehrang ist der geplante Bau der B 422 neu. Die Trasse (gelb) führt von Kordel kommend über das alte Mühlengelände (blauer Kreis) bis zur B 53. |
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Reizthema Verkehr
Kontroverse Diskussionen entzündeten sich dabei weniger an dem von Stadtplaner Rolf Weller vorgestellten räumlichen Konzept, als an Punkten, die die Bürgerinnen und Bürger in der Präsentation vermissten. Kritisiert wurden vor allem die „.wenig konkreten Aussagen zur geforderten Verkehrsentlastung, ständig wechselnde Ansprechpartner und zu lange dauernde Entscheidungsprozesse.“ Erst nachdem Christoph Struth, Chef des Planungsamtes, aufgezeigt hatte, dass in einem Stadtteilrahmenplan nur solche Zielaussagen aufgenommen werden, die räumliche Auswirkungen etwa hinsichtlich der künftigen Nutzungen oder der baurechtlichen Zuordnung haben, wurde die teilweise hoch emotionale Atmosphäre wieder sachlicher.
Entlastung durch B 422 neu
Der Entwurf des Stadtteilrahmenplans macht durchaus sehr konkrete Aussagen zum Reizthema Verkehr. Weller räumt dem Regionalbahnkonzept in Ehrang große Chancen ein. Geradezu ideal schmiege sich der Ort an ein Schienennetz und sei über weitere Haltestellen und bestehende Schnittpunkte zu Buslinien leicht zu erschließen. Weiter werde der projektierte Bau der B 422 neu über das Mühlengelände mit Anschluss an die B 53 eine wesentliche Entlastung des Ortskerns bringen. Begleitend, so weitere Leitziele des Rahmenplans, sollen geschwindigkeitsreduzierende Ausbaumaßnahmen in der Friedhof- und Ehrangerstraße erfolgen und die Radwegevernetzung verbessert werden. Wünschenswert sei natürlich auch eine Änderung der Beschilderung, die den Schwerlastverkehr zukünftig über den Rothenberg zur B 53 leite. Doch dies liege – leider – nicht im Zuständigkeitsbereich der Stadt.
Ortsbezirk mit großem Potenzial
Weller wies auf „die vielen verborgenen Qualitäten des Stadtteils“ hin, sparte in seiner Präsentation der Fachplanungen aber auch kritische Punkte („Ehrang läuft Gefahr, zu einer Lichtung im Wald zu werden“) nicht aus. Großes Entwicklungspotenzial habe der Stadtteil im Bezug auf die Erweiterung von Siedlungsflächen. Hier eröffne der absehbare Rückzug der Bahn und der dann notwendige Rückbau der Gleisanlagen attraktive Möglichkeiten, neues Bauland und auch Gewerbeflächen zu erschließen.
Der Entwurf des Stadtteilrahmenplans steht weiter zur Diskussion. Anregungen der Bürger, des Ortsbeirates und beteiligter Ämter werden eingearbeitet. Ab 2006 wird die Beschlussvorlage des Plans dann die Gremien durchlaufen und noch im gleichen Jahr vom Stadtrat verabschiedet werden.
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